Dr. med. Ute und Jochen Straub

Fachärzte für HNO-Heilkunde

Corona-Schwerpunktpraxis

Gesundheitstipps

Pollenallergie | Pollenallergiker sollten (während der Pollenflugzeit):

  • GersteSich vor dem Zubettgehen die Haare waschen
  • Die Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen
  • Den Urlaub nach seiner Allergie, bzw. dem Pollenflug im Urlaubsland planen
  • Immer ausreichenden Vorrat von Allergiemedikamenten zur Hand haben
  • Ggf. bei einer ausgeprägten Pollenbelastung im Schlafzimmer (ländliche Region) einen Raumluftfilter verwenden
  • Direkten Kontakt mit Pollen (Pflücken von Blumen, Gartenarbeit und frische Blumen in der Wohnung) vermeiden
  • Bei anhaltenden Beschwerden trotz dieser Maßnahmen einen Allergologen aufsuchen

Hausstauballergie | Hausstauballergiker sollten:

  • MilbeRegelmäßig feucht aufwischen
  • Staubfänger in der Wohnung entfernen (Trockenblumengestecke, hochflorige Teppichböden, Velourssofa) oder gründlich mit entsprechenden Reinigern behandeln, allein hierdurch lässt sich bereits häufig die Allergie deutlich verbessern
  • Matratzen milbendicht einhüllen (hierfür gibt es spezielle Encasings), das Kopfkissen und die Bettdecke aus synthetischem Material wählen
  • Kuscheltiere sollten ca. alle 4 Wochen für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe, da hierdurch die Hausstaubmilben abgetötet werden
  • Bei anhaltenden Beschwerden trotz dieser Maßnahmen einen Allergologen aufsuchen

Insektengiftallergie | Insektengiftallergiker sollten:

  • WespeNicht barfuss im Freien laufen
  • Nicht aus einer offenen Flasche oder Dose, insbesondere im Freien, trinken
  • Plätze meiden, die Bienen und Wespen besonders anziehen
  • Die Insekten nicht mit hektischen Bewegungen vertreiben bzw. reizen
  • Keine Parfums und Haarwasser etc. verwenden, dies lockt besonders die Insekten an
  • Sich bei einer nachgewiesenen Insektengiftallergie ein Notfallset von Ihrem Arzt verordnen lassen und dieses immer bei sich tragen
  • Sich einen Allergiepass ausstellen lassen und diesen bei sich tragen, für den Fall, dass Sie nach einem Stich bewusstlos sind
  • Bei ausgeprägten Beschwerden nach einem 1. Insektenstich einen Allergologen aufsuchen, um ggf. eine Hyposensibilisierung zu planen; diese Form der Allergie kann sehr gefährlich sein

TeddyErwachsene über 30 Jahre erkranken ca. 2-3 Mal jährlich an Erkältungskrankheiten, jüngere Personen häufiger. Die klassische Erkältung ist eine Viruserkrankung. Ein gesundes Leben mit vitaminreicher Ernährung, viel Bewegung, Entspannung und genügend Schlaf stärkt das Immunsystem. Ferner können auch regelmäßige Saunabesuche für mehr als 3 Monate sich positiv auf die Infekthäufigkeit auswirken. Ähnliche Erfahrungen bestehen auch mit einer hochdosierten Einnahme von Vitamin C (300-400 mg/täglich).

Auch der purpurfarbene Sonnenhut (Echinacea purpurea) wirkt immunstimulierend. Empfindlich reagiert das Immunsystem auf unser seelisches Befinden. Übermäßiger Stress, Depressionen und Ängste vermindern die Abwehrleistung. Rauchen stört die Funktion der weißen Blutkörperchen und erhöht somit ebenfalls das Infektionsrisiko erheblich. Aus einem einfachen Infekt der oberen Atemwege können sich allerdings auch ernste Erkrankungen entwickeln; Sie sollten deshalb auch einen Schnupfen immer ausheilen und nicht lange verschleppen.

Allgemeine Maßnahmen und Tipps

  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen.
  • Bei fieberhaften Infekten ist Bettruhe empfehlenswert.
  • Schränken Sie den Nikotin- und Alkoholgenuss ein.
  • Vermeiden Sie kalte Füße, diese können reflektorisch eine Minderdurchblutung der Atemwege bewirken.
  • Schneuzen Sie jeweils nur ein Nasenloch und pressen Sie hierbei nicht zu stark.
  • Versuchen Sie möglichst durch die Nase zu atmen, evtl. unter kurzzeitiger Zuhilfenahme abschwellender Nasentropfen. Die Atemluft kann hierdurch gereinigt, befeuchtet und erwärmt werden, was die tiefen Atemwege schützt.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Raumluftfeuchtigkeit (40-50%), z.B. durch Aufspannen feuchter Bettlaken.
  • Lüften Sie ihre Räume mehrmals täglich.
  • Schlafen Sie ausreichend.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2-3 Litern täglich.
  • Die Einnahme von Vitamin C (300-400 mg täglich) ist bei Infekten aufgrund eines erhöhten Verbrauchs empfehlenswert.
  • Das Immunsystem kann zudem durch die Einnahme des Spurelementes Zink (15-25 mg täglich) in seiner Arbeit unterstützt werden.

Wichtige Anmerkung:

Durch die nachfolgenden Maßnahmen können Sie den Heilungsverlauf der meist viralen Atemwegsentzündungen positiv beeinflussen. Eine oder maximal zwei der jeweils bei den einzelnen Erkrankungen aufgeführten ergänzenden Empfehlungen, Anwendungen oder Rezepturen sollte regelmäßig durchgeführt oder eingenommen ausreichend sein, um das Übel in den Griff zu bekommen. Sollte sich nach einigen Tagen allerdings keine Besserung der Beschwerden einstellen oder sich ihr Gesundheitszustand sogar verschlechtern, ist es unbedingt erforderlich, ärztlichen Rat einzuholen.

Maßnahmen bei Halsschmerzen

  • Das Lutschen von Halsbonbons (z.B. Malz oder Kräuterbonbons) stimuliert den Speichelfluss und kann so Rachen- und Schluckbeschwerden mildern.
  • Regelmäßiges Gurgeln mit lauwarmer Solelösung (1 TL Kochsalz auf ca. 300ml Wasser) entspricht in der Wirkung den meisten Gurgelmitteln. Alternativ kann die Solelösung auch inhaliert werden.
  • Ähnlich wirken Rachenspülungen mit Salbei: 1 TL Salbeiblätter auf 1 Tasse heiß aufbrühen und 10 Min. ziehen lassen. Ca. alle 3 Stunden kann mit dem warmen Aufguss gespült oder gegurgelt werden.
  • Ein wirksames, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftiges Erkältungsmittel, ist eine Mischung aus Zwiebelsaft mit Honig.
    So wird’s gemacht: 2-3 Zwiebeln in Scheiben schneiden, mit 2 EL Hönig vermischen und 12 Stunden ziehen lassen. Von dem entstandenen Sirup sollte mehrmals täglich ein EL eingenommen werden.
  • Sauer ist gesund! Auch durch Rachenspülungen mit Essig-Honig-Wasser können Sie Ihren Halsbeschwerden wirksam zu Leibe rücken. Sie mischen 5 TL Apfelessig und 2 TL Honig auf 1 Glas Wasser und gurgeln mehrmals täglich.
  • Sehr starke Halsschmerzen können auch durch das Trinken kalter Getränke, Eislutschen und mit kaltem Halswickel (nicht zu kalt – keine Eiswürfel) gelindert werden.

Maßnahmen bei Schnupfen und Sinusitis

  • Natürlich kann man sich bei Schnupfenbeschwerden durch die Anwendung abschwellender Nasentropfen auf einfache Weise Linderung verschaffen. Ein langfristiger Einsatz von Chemie in der Nase kann jeoch zu bleibenden Schäden an der Nasenschleimhaut führen. Ohne Risiko für ihre Nase sind Nasenspülungen mit einer Solelösung. Geben Sie ca. einen halben, nicht gehäuften Teelöffel Haushaltskochsalz oder Meersalz in 250 ml lauwarmes Wasser. Von der so hergestellten Solelösung sollten Sie etwas in die Handinnenfläche geben und zweimal täglich die Flüssigkeit mehrmals in jedes Nasenloch hochziehen. Sie können an Stelle des Salzes auch Nasenspülungen mit einem gefilterten Kräuteraufguss (z.B. Salbei) durchführen.
  • Inhalationen fördern das Abschwellen der Schleimhäute und das Lösen des Schleims. Inhalationen können Sie ohne Inhalationsgerät z.B. mit einer Schüssel heißem Wasser durchführen, den aufsteigenden Dampf für 10-15 Minuten einatmen.

Es bieten sich folgende Möglichkeiten:

  • Inhalationen mit Sole (2-3 EL Salz auf einen Liter Wasser).
  • Inhalationen mit Kamille (1 Handvoll Kamilleblüten auf ¼ Liter Wasser).
  • Inhalationen mit Zwiebeln (1 klein geschnittene Zwiebel auf ¼ Liter Wasser).
  • Halswickel unterstützen ein Abschwellen der Nasenschleimhaut. Hierzu ein mit kaltem Wasser angefeuchtetes Tuch um den Hals wickeln. Darüber kommt ein Wollschal. Während des Tages alle ein bis zwei Stunden erneuern oder über Nacht anwenden.

Maßnahmen bei Heiserkeit

  • Schonen Sie ihre Stimme schon bei den ersten Anzeichen einer Heiserkeit. Flüstern Sie aber nicht!
  • Sorgen Sie immer für eine ausreichende Befeuchtung der Rachenschleimhaut, indem Sie viel trinken und Halspastillen lutschen.
  • Gurgeln Sie, wie oben angegeben, mit Salbeitee oder mit einer Solelösung.
  • Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse Thymiantee. Das hat eine reizlindernde Wirkung auf die Schleimhäute.
  • Inhalieren Sie wie angegeben Sole- oder Kamillendämpfe.
  • Sinnvoll sind auch feuchtwarme Halswickel oder ein Kaltwickel mit Quark. Die Quarkmasse sollte bis zum Trocknen belassen werden.

Maßnahmen bei Bronchitis

  • Inhalationen fördern auch bei einer Bronchitis das Abschwellen der Schleimhäute, sowie das Lösen von festsitzendem Schleim und können hier, wie oben angegeben, mit einer Kochsalzlösung oder mit Kamilledämpfen durchgeführt werden.
  • Auch Brustwickel vermindern die Schleimhautschwellung in den Atemwegen, lösen den zähen Schleim und wirken hustenstillend. Hierzu ein größeres Tuch mit kaltem Wasser (beim schwitzenden Patienten) bzw. heißem Wasser (beim frierenden Patienten) anfeuchten und fest um den gesamten Brustkorb wickeln, darüber ein trockenes Wolltuch legen. Mit diesem Wickel legen Sie sich 1 bis 3 Stunden ins Bett oder ruhen mit dem Wickel über Nacht. Nach Abnahme der Tücher waschen Sie den Oberkörper mit lauwarmem Wasser ab und kleiden sich warm an.
  • Temperatur ansteigende Fußbäder können besonders gut bei beginnenden oder leichten Atemwegsentzündungen angewendet werden. Sie fördern den Stoffwechsel und die Durchblutung der Atemwegsschleimhäute und verbessern dadurch die Abwehrkräfte. Vorsicht bei Krampfadern! Baden Sie die Beine bis zum Knie 10-15 Minuten in warmem Wasser. Hierbei geben Sie in Abständen immer etwas heißes Wasser hinzu, damit die Temperatur des Fußbades ansteigt. Danach die Beine kurz in kaltes Wasser tauchen. Die Beine nicht abtrocknen, sondern feucht mit warmen Strümpfen bekleiden. Mehrmals täglich wiederholen.

Weitere Maßnahmen

  • Heiße Bäder beleben den Stoffwechsel, regen die Durchblutung an und aktivieren das Lymphsystem. Dadurch fördern sie die körpereigene Abwehr und beschleunigen den Heilungsprozess. Sie sind nicht für bettlägerige oder schwerkranke Patienten geeignet. Bei Herz- und Kreislaufschwäche sollte vorher unbedingt Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Die Temperatur des Badewassers sollte ca. 38° C betragen und beim sitzenden Patienten über die Hüfte reichen. Sie können etwa 10 bis 15 Minuten in der Badewanne bleiben. Das Wasser sollte nicht abkühlen, füllen Sie ggf. heißes Wasser nach. Vor Beendigung des Bades lassen Sie zum Abkühlen kaltes Wasser zufließen. Nach dem Bad für einige Zeit Bettruhe einhalten. Nicht häufiger als ein- bis zweimal täglich durchführen.
  • Richtig schwitzen stärkt den Kreislauf und wirkt heilungsfördernd. Starkes Schwitzen fördert die Ausscheidung von Giftstoffen durch die Haut. Nicht geeignet ist diese Maßnahme für fiebrige Patienten; bei Herz- und Kreislaufschwäche sollte vorher unbedingt Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Auf ein trockenes Handtuch wird ein in sehr warmes Wasser getauchtes und ausgewrungenes Leinentuch gelegt. Die Tücher werden nun nacheinander um den Brustkorb gewickelt. Mit mehreren Wolldecken oder Federbetten zudecken und ca. 2 Stunden ruhen. Danach sollten Sie sich waschen und anschließend eine mehrstündige Bettruhe einhalten.

NasenblutenBei einem starken Nasenbluten über mehrere Minuten sollten Sie mit Daumen und Zeigefinger für mindestens 5 Minuten beide Nasenflügel fest zusammendrücken; zwischenzeitlich lassen Sie sich von Ihrem Partner einen kalten Waschlappen ins Genick legen. Sie können natürlich auch ein Coolpack, in ein Frottee-Handtuch eingewickelt, verwenden.

Sollte das Nasenbluten nach dieser Maßnahme weiterhin anhalten, wiederholen Sie diesen Vorgang nochmals. Sollte auch dies nicht zum Erfolg führen, suchen Sie einen HNO-Arzt oder nachts und am Wochenende den HNO-Notdienst auf.

FlugzeugWiederholt kommt es im Flugzeug, insbesondere bei der Landung, zu starken Ohrenschmerzen bei Kindern und Erwachsenen.

Zur Vermeidung dieser Beschwerden beim nächsten Flug träufeln Sie ca. 20 Minuten vor dem Start und vor der Landung Nasentropfen in beide Nasenlöcher (soviel, dass Sie den bitteren Geschmack im Rachen merken). Wenn das Flugzeug startet oder landet, führen Sie wiederholt den Druckausgleich durch (Nase zuhalten und Backen aufblasen); Kinder lassen Sie Bonbons lutschen oder aus einer Schnullerflasche trinken.

Viel Erfolg.